10. Oktober 2011, Bonner Express

15.000 Kilometer im Sattel


Bonner Extrem-Radler wieder da

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Von JESSICA BACKHAUS
Reise der Extreme: Gunda im Schneesturm, Pamir-Gebirge

Reise der Extreme: Gunda im Schneesturm, Pamir-Gebirge
Foto: Privat

Bonn –

Sie haben es geschafft! 427 Tage nach ihrer Abfahrt in Bonn waren die „Seidenstraßen-Radler“ Gunda Werner-Burggraf (39) und Wolfgang Max Burggraf (50) endlich am Heiligen Berg Fuji bei Tokio angekommen. Jetzt sind die beiden Theologen wieder zu Hause!

Deutschland, Österreich, Balkan, Türkei, Irak, Iran, Zentralasien, China, Korea, Japan. Eine Strecke von 15.000 Kilometern – 80 bis 120 Kilometer hat das Paar täglich zurückgelegt.

Sightseeing im Regen: Die Burggrafs beim Bummel durch Tokio.

Sightseeing im Regen: Die Burggrafs beim Bummel durch Tokio.
Foto: Privat

Die geplante Rückreise mit der Transsibirischen Eisenbahn musste gecancelt werden: „Auf weitere Visums- und Transportanträge hatten wir keinen Nerv mehr“, so Gunda Werner-Burggraf.

Mit dem Flieger ging’s nach Amsterdam. Hier nahmen die Burggrafs ihre Räder in Empfang und bewältigten die letzten knapp 300 Kilometer noch mal mit dem Drahtesel.

Auf seiner spektakulären Reise hat das Bonner Ehepaar Extreme kennengelernt: In Mazedonien verbrachten sie drei Tage unter einer Autobahnbrücke, weil sie wegen eines Magen-Darm-Infekts nicht weiterkonnten.

Im Gästehaus einer Moschee hinter Istanbul wurden sie beinahe Opfer einer Überschwemmung. Ihr Zelt brauchte sieben neue Reißverschlüsse. 28 platte Reifen haben die Reise kurzfristig unterbrochen. Vom Irak bis nach Tadschikistan kamen die Bonner regelmäßig an mit Fahnen gekennzeichneten Landminen vorbei.

Der Aufenthalt in China endete abrupt: „Wir wurden für die Visumsverlängerung von einer Provinzstadt zur anderen geschickt. Das geht mit dem Rad nicht, also mussten wir die schwere Entscheidung fällen: Wir nehmen den Zug und verlassen China“, sagt Wolfgang Max Burggraf bedauernd.

Es war ein einmaliges Erlebnis, sind sich die Theologen einig: „Wir haben unendliche Gastfreundschaft erlebt, vieles im Denken ist an einen anderen Platz gerückt“, sagt Werner-Burggraf. „Jetzt müssen wir uns zu Hause einleben.“

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